Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie


 

 

Direktor: Prof. Dr. Fredrik Wenz

Prof. Dr. med. F. Wenz

Die Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie ist Teil der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg.

 

Die Klinik wurde im Rahmen eines Umbaus 1990 neu konzipiert und gestaltet. Für die Therapie standen ursprünglich ein Kobaltgerät und ein Linearbeschleuniger zur Verfügung. Im Jahre 1997 konnte das Kobaltgerät durch einen Linearbeschleuniger mit Multileaf-Kollimator (MLC) ersetzt werden. Im Jahre 2002 wurde der zweite Linearbeschleuniger ebenfalls mit dieser Technologie aufgerüstet. In je einem Neubau wurde im April 2004 der dritte und 2010 der vierte Linearbeschleuniger in Betrieb genommen. Nach dem Austausch der beiden ältesten Bestrahlungsgeräte 2012/13 verfügt die Klinik nun über vier Geräte modernster Bauart (u.a. mit MLC und Fächerstrahl-CT). Bei den beiden neusten Geräten besteht darüberhinaus die Möglichkeit ohne Ausgleichsfilter zu behandeln. Alle Bestrahlungstechniken (IMRT, VMAT, IGRT) stehen an allen Geräten zur Verfügung. Im Januar 2015 wurde erstmals ein Patient mit dem neu installierten Gamma Knife behandelt. Des Weiteren verfügt die Klinik über Möglichkeiten zur Behandlung mit „Jod-Seeds“, zur Intraoperativen Bestrahlung und zur Hyperthermie.

 

Durch die Verwendung fortschrittlicher Strahlentherapie-Technologien stellt die Abteilung eines der wichtigsten Behandlungszentren für Tumorpatienten im Rhein-Neckar-Raum dar.

 

Neben den strahlentherapeutischen Standardbehandlungen werden als Spezialverfahren durchgeführt :

  1. Intensitätsmodulierte Radiotherapie
  2. Volumetric Modulated Arc Therapy
  3. Bildgestützte Radiotherapie
  4. Stereotaktische Bestrahlung
  5. Intraoperative Bestrahlung
  6. Prostata Brachytherapie
  7. Ganzkörperbestrahlung
  8. Hyperthermie

 

Abbildung 1: Wartebereich vor den Linearbeschleunigern

 

Eine Behandlung wird je nach Erkrankung und der jeweilig notwendigen Therapie ambulant, stationär oder kombiniert an den entsprechenden Behandlungseinheiten durchgeführt.


Bei einer ambulanten Therapie können die Patienten von einem Brückenpflegeteam unterstützt werden. Seit Juni 2004 werden unsere Patienten in einer gemeinsamen Schmerz-Strahlenambulanz betreut. Dadurch wird eine verbesserte ambulante Versorgung der Tumorpatienten von Spezialisten des Schmerzzentrums und der Strahlentherapie ermöglicht. Die Sektion Strahlentherapie ist über interdisziplinäre Sprechstunden im Rahmen des Tumorbehandlungszentrums (TBZ) und des Onkologischen Arbeitskreises (OAK) der UMM eng in interdisziplinäre, multimodale Tumortherapiekonzepte eingebunden.

 

Die stationäre Patientenversorgung der Strahlentherapie erfolgt auf einer eigenen Krankenstation mit 20 Betten. Kombinierte Radio-Chemo-Therapien bei Rektum-, Anal-, Pankreas- oder Oesophagustumoren werden hier ebenfalls durchgeführt.

 

Die UMM ist Partner des Tumorzentrums Heidelberg/Mannheim. Das Tumorzentrum Heidelberg/Mannheim ist ein Kooperationsverband, der gegründet wurde, um die bestmögliche Versorgung von Tumorpatienten in der Region zu gewährleisten. Die Abteilung nimmt am Onkologischen Arbeitskreis teil und steht in engem Kontakt mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg.

 

Abbildung 2: Wartebereich am Gamma Knife

 

 

 

Verantwortlich: E-Mail
zuletzt geändert am: 07.09.15
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